Fußballlegende "Schorsch" Volkert bei Burg-Glubberern

Burgglubberer mit Schorsch Volkert

 

Als vor kurzem Fußballlegende Georg "Schorsch" Volkert aus Sachsen bei Ansbach auf Einladung des 1. FCN-Fanclubs "Die Burg-Glubberer" in das DJK-Sportheim nach Abenberg kam, zog er eine respektable Fangemeinde hinter sich her. Vorsitzender Gerd Haubner pflegt seit Jahren beste Kontakte zu den Idolen von einst. Dies macht es möglich, sie für eine "Plauderei aus dem Nähkästchen" zu gewinnen und die Fans daran teilhaben zu lassen.

 

Eineinhalb bis zwei Stunden waren eingeplant, dreieinhalb Stunden sind es geworden. Fragen über Fragen, denen sich der zwölfmalige A-Nationalspieler und Deutsche Meister 1968 mit dem Club ausgesetzt sah. Aber keine davon blieb unbeantwortet.

 

Volkert gilt heute immer noch als einer der besten Linksaußen, den die Fußball-Bundesliga je hatte. Als Spieler gehörte der heute 67jährige dem 1. FCN von 1965 bis 1969 und 1980 bis 1981 an. Er war Pokalsieger mit dem FC Zürich (1970), DFB-Pokalsieger (1976) und Europapokalsieger (1977) mit dem HSV, Vizemeister mit dem VfB Stuttgart (1979). In seinen 410 Erstliga-Spielen erzielte er 125 Tore, bei den 40 Europapokal-Spielen 22. Für den Club absolvierte er 232 Spiele und schoss 37 Tore.

 

Nach seiner aktiven Laufbahn wurde er Manager, zuerst beim FC St. Pauli, dann beim Hamburger SV, von 1996 bis 1998 beim 1. FCN. In dieser Zeit holte Volkert den mazedonischen Nationalspieler Saša Čirič vom FC Aarau/Schweiz zum Club, den damals(1997-1998) Felix Magath trainierte.

 

Gefragt wurde Volkert, wie man Spieler verpflichtet, wie es damals (1968) zu seiner Hinausstellung kam bei dem Freundschaftsspiel gegen Austria Wien ("Ich habe den Schiedsrichter nicht beleidigt") und warum er von Bundestrainer Helmut Schön in der Nationalmannschaft nicht mehr berücksichtigt wurde. "Mit Zuckerbrot und Peitsche" wurden die Trainingsmethoden von Meistermacher Max Merkel bezeichnet. Was sei bei ihm "Zuckerbrot", was "Peitsche" gewesen?

 

Viel war über die Spiel-Philosophie die Rede, die großen Einfluss habe für den Zu- und Verkauf von Spielern. Welche Philosophie verfolgt der Trainer, welche der Verein? Gibt es Deckungsgleichheit?

 

Es wurde über die Charakteure, über Schwächen und Stärken von Mitspielern und von Spielern oder Trainern anderer Vereine gesprochen, über Ereignisse, bei denen keine Presse dabei ist. Auch über die Finanzpolitik in den Vereinen und über die Jugendarbeit. Selbst Fragen wollten die Fans aus einer Zeit (1961) beantwortet haben, in denen Volkert selbst noch ein Jugendlicher war. Und allen tat Volkert den Gefallen - die leibhaftige Legende des Clubs.

 

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Foto und Bericht: Karl-Heinz Hiltl