Stadionführung

Stadionführung der Burg-Glubberer

 

Der 1. FC Nürnberg Fanclub Abenberg  „Die Burg-Glubberer“ (OFCN 485) nahm an einer Führung im Frankenstadion in Nürnberg teil. Etwa 30 interessierte Fußballfans wurden vom  Stadionführer Wolfgang  erwartet, der ihnen Einblick in sonst nur von Fußballprofis, Vereinsfunktionären sowie dem Unterhalts- und Sicherheitspersonal betretbaren Arealen gewährte.

 

Zu Beginn der Führung nahmen die Beteiligten das Spielfeld selbst in Augenschein. Hier durften Kinder und Erwachsene diverse Maße wie Höhe der Zuschauerränge, Umfang der Rasenfläche sowie FIFA-Norm der zulässigen Rasenhöhe (17mm) erraten. Man erfuhr, dass sich zwei hauptamtliche Green-Keeper täglich mit dem Rasen beschäftigen. Da kam so manchem Anwesenden die Idee, diese für den heimischen Rasen engagieren zu können. Es war schon beeindruckend, einmal das Stadion aus der Spielerperspektive betrachten zu können.  Nur so war auch das Gefälle des Platzes zur Abwasserentsorgung in die Drainagen am Spielfeldrand zu erkennen.

Anschließend ging es in den VIP-Bereich einschließlich der Catering-Zone. Keine Hartplastikschalen, sondern Ledersessel stehen hier als Sitzplätze zur Verfügung. Während der Saisonpause werden diese durch Wetterhauben geschützt.

Sehr beeindruckt wurden die Besucher von der vielseitigen Technik im Raum der Stadionsprecher Martin und Guido.

 

Danach betrat man einen großen Saal, in dem die Pressekonferenzen stattfinden. Er wird je nach Erwartung der Anzahl an Pressevertretern unterschiedlich stark bestuhlt.  Für Trainer und Konferenzleitung gibt es eine kleine Bühne. Die Wände des Presseraumes, sowie sämtlicher Gänge des Gebäudes,  sind mit großformatigen Fototafeln aller ehemaligen und aktuellen Clublegenden in Spielsituationen dekoriert.

Nun ging es in den Umkleide-, Physio- und Sanitärbereich von Trainern und Spieler. Die Trainer haben einen eigenen Bereich hierfür. Interessant war der Whirlpool, der nach dem Spiel vor dem Duschen zum Einsatz kommt, um die erhitzten Körper der Hochleistungssportler zu akklimatisieren. Amüsant war der Hinweis des Stadionführers, dass der damalige Clubtrainer, Hans Meyer,  seine Spielstrategien am flachwandigen Heizkörper des Umkleideraumes der Spieler per Filzstift angebracht hatte, was vom Reinigungspersonal jeweils nach dem Spiel wieder entfernt werden mussten.

 

Als Zelleninsassen durften die Burg-Glubberer einige Minuten hinter den Gittern des Gefängnisses der Stadion-Polizeiwache genießen. Hier sitzen Randalierer ein, die während des Spieles vorübergehend festgenommen werden. Obwohl es für weibliche Insassen eine separate kleinere Zelle gibt, belegen diese eher die große, da sie zahlenmässig den Hauptanteil der Festnahmen beinhalten. Diese Aussage war für alle Besucher überraschend und so manchem war das Schmunzeln anzusehen.

Nach der „Entlassung aus dem Stadiongefängnis“ war die Führung zu Ende und man traf sich noch in den Stuhlfauth-Stuben bei Moni zu einem gemütlichen Ausklang dieses unvergesslichen interessanten Erlebnistages.

 

Ein besonderer Dank gilt Wolfgang, der es verstanden hat, diese Stadionführung für alle großen und kleinen Teilnehmer informativ und spannend zu gestalten.

 

Foto und Bericht: Gerd Haubner